Simon Wiebe M.Ed.
Doktorand im Teilprojekt A06

Zur Person
Simon Wiebe studierte von 2017 bis 2024 Evangelische Theologie und Geschichtswissenschaft mit und ohne Lehramtsbezug in Paderborn, Gießen und New Haven. Sein geschichtswissenschaftliches Interesse führte ihn 2022 zum Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, wo er seither als Koordinator für Public History tätig ist. In diesem Kontext vertiefte er sich in die Migrationsforschung, insbesondere in die Schnittstellen zwischen Migration und Religion.
Sein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den russlanddeutschen Migrationskirchen, die bislang aus theologischer Perspektive nur unzureichend untersucht wurden. Diese wissenschaftliche Leerstelle bildet den Ausgangspunkt seines Promotionsprojekts, das sich mit Heimatvorstellungen in russlanddeutschen (Post-)Gulag Theologien befasst.
Sein aktuelles Forschungsprojekt lautet Der Himmel als Heimat?! Eschatologische Heimatvorstellungen und russlanddeutsche (Post-)Gulag Theologie.
Forschungsschwerpunkte
- Migrationsforschung mit Schwerpunkt auf Russlanddeutsche
- Kontextuelle Theologie und russlanddeutsche Migrationskirchen
Publikationen
- «God is in the story hiding like meat in a fleisch piroshki». Zum theologischen Umgang mit Leid im Stalinismus der 1930er Jahre, in: Mennonitica Helvetica 48 (2025), S. 69-92.
- In einer Welt voller Widersprüche das Gleichgewicht halten. Lektionen aus dem Buch des Predigers, in: Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (Hg.), Gelassenheit. Mennonitisches Jahrbuch 2026, Luhe-Wildenau 2025, 77-81.
- mit Kornelius Ens: Heimat verlieren und (k)eine neue Heimat gewinnen. Zwei russlanddeutsche Perspektiven, in: Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (Hg.), Heimat. Mennonitisches Jahrbuch 2025, Luhe-Wildenau 2024.

